Die Wacht der Hoffnung von Khorghil




Die Wacht der Hoffnung

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Kommentar


Hallo zusammen!

Nachdem ich ja anfang des Jahres meine Welt Khorghil zu einem Südkontinent umfunktioniert habe, sind so manche Illustrationen nun obsolet, wie dies hier:
Ewige Eisödniss
Aber noch lange kein Grund, deswegen das Bild zu löschen. Ich hoffe, es gefällt Euch und vielleicht nimmt sich ja mal jemand ein bis 3 minuten, um den Text dazu zu lesen. Viel Spaß

Selbstredend freue ich ich auf Lob und Kritik in aller Form. Also haut in die Tasten :-)

Markus

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Aus den Reiseaufzeichnungen der Soranima Fillilja zu Hudgar'Neal

Allen guten Reisenvorkehrungen und wohlgemeinten Ratschlägen meiner Turmgefährten zum Trotze ist diese Reise durch die endlosen Sandmeere kräftezehrender als ich es mir in den kühnsten Träumen hätte vorstellen können. Der gierige Sand der Nyrbie-Ödniss… er greift nach dem Reisenden, sucht Zugang, als wolle er den Körper von innen ausfüllen und so dem endlosen Weiten der Wüstenei hinzufügen. Oh Marvia, lass ab von Deinem Windspiel, der die Sandkörner zu Schwärmen des Unheils formiert und gegen mich schickt.

Durst! Ihr Götter… seit den letzten Tagen weiß ich, was dieses Wort warhaftig bedeutet. Doch so sehr ich Emegwyns Segen ersehen… keine Wolke zeigt sich am fahlem steten Blau des Wüstenhimmels. Dafür legt der Wüstenwind, als wolle er mir verspotten, so manches mal bleiches Gebein im Wüstensand frei… Knochen, weiß vom Sand geschliffen mit grinsenden Schädeln, die nur zu gut wissen was mir blüht, sollte ich länger als geplant durch die Ödniss irren. Doch gehört die Wacht der Hoffnung zu jenen Orten, die eine Soranima oder ein Soranim einmal in seinem Leben besucht haben sollte. Diese Exkursion ist Entbehrung und Prüfung, aber auch Erkenntnis und Erfüllung zugleich.

Ihr Götter, ich bin meines Standes nicht würdig, denn ich habe in der Nacht die Sterne falsch gelesen und bin zu weit nach Osten gewandert. Was für eine Närrin ich doch bin! Doch Ymid fügt mein Schicksal zu meinen Gunsten und ich erblicke ein fahles Licht im Dunst der Ferne. Wie das Licht eines Leuchtturms an den Küsten und Häfen zeigt es mir den Weg durch das Sandmeer und ich weiß, dass es das Licht ist, von denen meine Turmgeschwister mit leuchtenden Augen berichtet haben. Das Licht Sorahels, die Wacht der Hoffnung! Auf mich wartet noch ein Tag des Wanderns bis ich die Quelle des Lichts erreichen werde… langsam gehen meine Wasservorräte zuneige.

Ich wische mir den Sand aus den Augen und bete zu den Göttern, dass ich keinem Trugbild ansichtig werde. Da ist sie! Die Wacht der Hoffnung! Und beim Lurvissma, wer immer ihr diesen Namen gab, er hätte ihn nicht treffender wählen können. Zwischen scharfzackigen Felsen und Gestein ragt eine gigantische Felsformation wie eine Hand aus dem Wüstenboden der Sonne entgegen. Sturmumtosend dreht sich der der größte Fels in die Lüfte und ich traue meinen eigenen Worten nicht, die ich in diesem Moment zu Papier bringe! Ab einer Höhe von gewiss 800 Bögen wiegt sich saftiges Grün im Wind. Die Wacht ist bewachsen! Vollkommen ohne einen Nährboden oder der Aussicht auf Wasser. Welche Magie oder welch Wirken der Götter gar ist hier im Spiel? Doch als wäre dies noch nicht genug, so erblicke ich an der Spitze des höchsten Felsen eine Frauenstatue. Aus dieser Entfernung? Sie muss gewiss alleine gute 200 Bögen hoch sein. Sie ist direkt aus dem Felsen geschlagen und selbst noch Wegsteine entfernt wirkt sie lebensecht und lebendig. In ihren ausgebreiteten Armen funkelt ewig das Licht, welches mich leitete. Kein Mensch oder eine andere sterbliche Kultur hätte dieses Bildnis aus dem Stein hauen können. Obwohl ich ausgedörrt bin und kaum noch meine Lippen befeuchten kann, laufen mir Tränen aus den Augen, als ich diese Erhabenheit erblicke. Sie erfüllt mich mit Liebe und Geborgenheit… eben mit Hoffnung. Ich reiße meinen Blick los und lasse ihn nach unten wandern und erblicke eine Ruinenstadt. Braun und Gelb vom Wind abgetragen ragen zerstörte Türme in die Luft und die Reste einst mächtiger Mauern lassen eine Metropole aus längst vergessenen Tagen erahnen. Ich kann den Baustil der Häuser keiner bekannten Kultur zuordnen. Ob es Menschen waren? Oder gar ein Refugium der Irgjardin, nachdem sie aus den Sümpfen verschwanden? Dieser Verfall steht im totalen Gegensatz zu dem begrünten Felsmassiv und ich weiß, dass ich ihn noch heute erklimmen werde. Meinen Turmbrüdern und Schwestern berichteten, dass es sogar einen passablen Aufstieg auf der der Ruine abgewandten Seite des Massivs geben soll… breit und eben genug, dass sogar das Reittier mit hinaufsteigen kann. Ich werde nicht warten, bis die Nacht hereinbricht, um mich selbst davon zu überzeugen.

Während ich durch den Sand auf die Ruine zustapfe schweifen meine Gedanken ab. Ich erinnere mich an die Lehrstunden im Turm Hudgar'Neal, an die endlosen Bücher und Schriftrollen, die von diesen Ort berichteten. Ihnen zur Folge soll die Wacht der Hoffnung tatsächlich der Ort sein, an dem Sorahel selbst erschien und den Menschen das Geschenk der Magie überbracht hat… die Runen des Asora. Den Legenden nach soll sie die Runen in den Stein geschlagen und die anwesenden Menschen mit ihrer Kraft gesegnet haben. Diese ersten Soranim lernte von ihr, die Runen zu nutzen und gründeten die 4 Türme, um die Lehren Sorahels an jene weiterzugeben, die in der folgenden Zeit von ihr mit der Kraft der Magie beschenkt werden. Viele meiner Schwestern und Brüder sind zu diesem Ort gereist um sich dort an dieser geweihten Stätte bei Sorahel für ihr Geschenk zu bedanken. Ebenso wagen auch diejenigen die keine Soranim oder Sorahel-Anhänger sind, den Aufstieg, um sich von den Strapazen der Reisen durch die Wüste zu erholen. Somit erfüllt die Wacht der Hoffnung auch den Zweck einer Oase, auch wenn niemand zu sagen vermag, wie das Wachstum und auch die Wassertümpel enstehen konnten. War dies ebenfalls ein Geschenk Sorahels, damit alle Menschen in den Weiten der lebensfeindlichen Wüste die Hoffnung spüren können? Zeigt das Bildnis die Halbgöttin Sorahel oder ist sie jemand völlig anderes? Wurde sie gar von dem rätselhaften Volk errichtet, welches einst am Fuße des Felsens die mächtige Stadt aus Stein bewohnte? Je mehr ich darüber grüble, desto mehr Fragen tun sich auf. Sind die Runen im Stein noch dort oben zu finden? Bisher hat sie dort niemand erblickt. Ist dies überhaupt der Ort, an dem Sorahel erschien, um das Geschenk zu machen? Oder ist es gar eine Kultstätte eines längst untergegangenen Glaubens, lange vor dem Frevel? Meine Sinne schwinden… ich werde schwach, der Durst nagt an meinem Verstand. Nur so erklärt sich mein frevelhaftes Zweifeln! Meine Schritte beschleunigen sich, obwohl meine Füße geschunden und meine Haut verbrannt ist. Ich muss hinauf und die Geheimnisse lüften… und ich muss trinken! Trinken und schlafen… ruhen in der Zuflucht aus schattenspendenen Bäumen und glucksenden Weihern während das Bildnis Sorahels -ja es ist Sorahel, ich bin mir sicher - über mich wacht. Ich werde die Prüfung bestehen, die Entbehrungen erdulden und mit Erkenntnis und Weisheit belohnt werden. Noch heute wage ich den Aufstieg.
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º fantasy º Khorghil º Statue º steine º Wüste

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  • hochgeladen am: 26 Sep. 2012
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Kommentar(e) (2)


morph3uz sagt:

dein stil ust unverkennbar. das thumbnail gesehen und gewusst: das ist Khorghil!
wieder mal ein super bild. auch wenns etwas leer ist... aber das ist nunmal passend zur geschichte. etwas mehr kontur bei der stadt wäre vllt ganz schön gewesen.
ganz klar einen Daumen hoch. ich freu mich schon aufs nächste :)

26 Sep. 2012 23:14:27 • Antworten


k3hx sagt:

Ich hasse lange Texte, gut das es hierzu ein Bild gibt! :D
Ich finds Bild echt Klasse und ohne das ich den Text unten gelesen habe oder vor habe ihn zu lesen, kann ich mir meine eigene (kleine) Geschichte zu dem Bild denken. In diesem Sinne kann ich nur hoffen das meine Geschichte dem Text ähnelt! ^^
Ich finds einfach klasse wenn Bilder im Kopf eine Geschichte aufrufen, das lässt einen immerwieder schön träumen!
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26 Sep. 2012 16:14:27 • Antworten



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